Die SPD erhielt 25,9 Prozent der Stimmen, das ist gegenüber der vorangegangenen Wahl ein Rückgang um 9,8 Prozentpunkte. Drittstärkste Kraft wurden mit 19,5 Prozent der Landesstimmen die AfD, die gegenüber der vorigen Landtagswahl 11,2 Prozentpunkte zulegte. Die Grünen erreichten 7,9 Prozent der Landesstimmen, 1,4 Prozentpunkte weniger als 2021.
Die Linke kam auf einen Stimmenanteil von 4,4 Prozent und gewann gegenüber der vorigen Wahl 1,9 Prozentpunkte hinzu. Ebenso unter der Fünf-Prozent-Hürde blieben die Freien Wähler, die 4,2 Prozent der Landesstimmen erreichten, 1,2 Prozentpunkte weniger als 2021. Auf die FDP entfielen 2,1 Prozent der Landessstimmen, das waren 3,4 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren.
Neben FDP und Freien Wählern, die dem vorigen Landtag angehörten, blieben fünf weitere Parteien unter der Fünf-Prozent-Hürde. Davon erhielt das BSW 1,9 Prozent der gültigen Landesstimmen, die Tierschutzpartei vereinigte 1,6 Prozent der Stimmen auf sich, Volt 1,1 Prozent, die ÖDP 0,5 und Die Humanisten (PdH) 0,1 Prozent.
Dem rheinland-pfälzischen Landtag werden damit vier Fraktionen angehören.
Erstmals seit Einführung des Zweistimmen-Wahlrechts im Jahr 1991 wird es nach dem vorläufigen Ergebnis Überhangmandate und Ausgleichsmandate geben. Dadurch erhöht sich die Zahl der Landtagsmandate auf 105. Die CDU erringt zwei Direktmandate mehr, als ihr nach dem Zweistimmenergebnis zustehen und damit zwei Überhangmandate, die SPD und die AfD erhalten je ein Ausgleichsmandat. Aufgrund dieser Stimmenergebnisse hat die CDU im neuen Landtag 39 Sitze, die SPD 32 Sitze, die AfD 24 Sitze und die Die GRÜNEN 10 Sitze.
Der Landeswahlausschuss wird das endgültige Ergebnis am 2. April 2026 feststellen.
Die Wahlbeteiligung lag mit 68,5 Prozent höher als bei der Landtagswahl 2021, als 64,3 Prozent der Stimmberechtigten ihre Stimmen abgegeben hatten. Der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler belief sich auf 48,1 Prozent und war damit niedriger als 2021 (66,5 Prozent).
Landeswahlleiter Marco Ludwig dankt allen, die an der Vorbereitung und Durchführung der Wahl beteiligt waren, insbesondere den rund 45.000 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sowie den Kommunen.