Vorläufiges amtliches Endergebnis der Europawahl für Rheinland-Pfalz

Bei der Europawahl wurde die CDU in Rheinland-Pfalz erneut stärkste Kraft. Nach dem vorläufigen Ergebnis für das Land, das Landeswahlleiter Marcel Hürter am späten Sonntagabend veröffentlichte, erreichten die Christdemokraten 31,3 Prozent der Stimmen, das waren 7,1 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Den zweithöchsten Stimmenanteil erzielte in Rheinland-Pfalz die SPD, die gegenüber der vorigen Wahl 9,4 Prozentpunkte verlor und auf 21,3 Prozent der Stimmen kam. Die GRÜNEN verbesserten ihr Ergebnis von 2014 um 8,6 Prozentpunkte und erhielten 16,7 Prozent.

Auf Rang vier kam die AfD mit einem Stimmenanteil von 9,8 Prozent, das waren 3,1 Prozentpunkte mehr als 2014. Die FDP verbesserte sich gegenüber der vorangegangenen Wahl um 2,1 Prozentpunkt und erhielt 5,8 Prozent der Stimmen. Auf DIE LINKE entfielen 3,1 Prozent der Stimmen, 0,6 Prozentpunkte weniger als 2014.

Insgesamt konnten die Wählerinnen und Wähler in Rheinland-Pfalz für die Europawahl zwischen 40 Parteien auswählen. Unter den Parteien, die derzeit weder dem rheinland-pfälzischen Landtag noch dem Bundestag angehören, erzielten die FREIEN WÄHLER mit 2,9 Prozent den höchsten Stimmenanteil (plus 0,9 Prozentpunkte gegenüber 2014). Dahinter folgen Die PARTEI mit 2,1 Prozent (plus 1,6 Prozentpunkte) und die Tierschutzpartei (1,5 Prozent, minus 0,2 Prozentpunkte). Die übrigen Parteien bekamen jeweils weniger als ein Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 64,9 Prozent höher als vor fünf Jahren, als 57,0 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht hatten. So hoch wie noch nie bei einer Europawahl war der Anteil der Briefwähler. Insgesamt nutzen rund 45 Prozent aller Wählerinnen und Wähler diese Form der Stimmabgabe. Im Jahr 2009 waren es knapp 40 Prozent.

Landeswahlleiter Marcel Hürter dankte allen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für ihren Einsatz.